Zimmerpflanzen im Winter: Licht und Pflege im Januar
Pflegetipp des Monats Januar 2026 von Ihrer Gärtnerei Gauster in Dorfen
Kurze Tage, tief stehende Sonne und häufig bewölkter Himmel sorgen im Januar dafür, dass Zimmerpflanzen deutlich weniger Licht erhalten als in den Sommermonaten. Gleichzeitig stehen viele Pflanzen in beheizten Wohnräumen. Diese Kombination aus wenig Licht und vergleichsweise hohen Temperaturen kann für manche Arten ungünstig sein.
Mit einem passenden Standort und einer auf den Winter abgestimmten Pflege helfen Sie Ihren Zimmerpflanzen, gut durch die lichtarme Jahreszeit zu kommen.
Warum Zimmerpflanzen Licht benötigen
Pflanzen benötigen Licht für die Photosynthese. Steht einer Zimmerpflanze über längere Zeit zu wenig Licht zur Verfügung, kann sich dies unter anderem durch lange und schwache Triebe, kleinere oder blassere neue Blätter und ein verlangsamtes Wachstum zeigen.
Gelbe Blätter oder Blattverlust sind dagegen nicht immer auf Lichtmangel zurückzuführen. Auch zu viel oder zu wenig Wasser, trockene Heizungsluft, Temperaturschwankungen, Zugluft oder Schädlinge kommen als Ursache infrage.
Drei Pflegetipps für Zimmerpflanzen im Winter
1. Einen hellen und geeigneten Standort wählen
Rücken Sie lichtbedürftige Zimmerpflanzen im Winter näher an ein Fenster. Welche Fensterseite geeignet ist, hängt von der jeweiligen Pflanzenart ab. Während einige Arten einen sehr hellen Standort vertragen, kommen andere auch mit weniger Licht zurecht.
Achten Sie darauf, dass Vorhänge, geschlossene Rollos oder größere Dekorationen den Lichteinfall nicht unnötig verringern. Staub auf den Blättern können Sie vorsichtig mit einem weichen, leicht feuchten Tuch entfernen. So bleibt die Blattoberfläche frei.
Vermeiden Sie möglichst einen Standort unmittelbar über einem stark beheizten Heizkörper. Auch kalte Fensterscheiben, Zugluft und starke Temperaturschwankungen können empfindlichen Pflanzen schaden.

2. Gießen und Düngen an die Jahreszeit anpassen
Viele Zimmerpflanzen wachsen im Winter langsamer und benötigen deshalb weniger Wasser und Nährstoffe. Prüfen Sie vor dem Gießen, ob das Substrat bereits ausreichend abgetrocknet ist. Lassen Sie die Pflanze nicht dauerhaft im Wasser stehen, da Staunässe die Wurzeln schädigen kann.
Wie häufig gegossen und gedüngt werden sollte, hängt von der Pflanzenart, der Raumtemperatur, dem Standort und dem verwendeten Substrat ab. Bei Unsicherheit beraten wir Sie gerne persönlich in unserer Gärtnerei in Dorfen.
3. Bei Bedarf eine geeignete Pflanzenleuchte verwenden
Reicht das natürliche Tageslicht am gewählten Standort nicht aus, kann eine passende Pflanzenleuchte die Lichtversorgung ergänzen. Entscheidend sind nicht nur die Bezeichnung der Lampe, sondern auch ihre Lichtstärke, das abgegebene Lichtspektrum, der Abstand zur Pflanze und die tägliche Beleuchtungsdauer.
Beachten Sie deshalb die Angaben des Leuchtenherstellers und die Anforderungen der jeweiligen Pflanzenart. Eine Zeitschaltuhr kann dabei helfen, einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus einzuhalten. Auch bei LED-Leuchten sollte ausreichend Abstand zu Blättern und Blüten eingehalten werden.
Zusatztipp: Zimmerpflanzen vorsichtig drehen
Viele Zimmerpflanzen wachsen mit der Zeit in Richtung des Fensters. Bei reinen Blattschmuckpflanzen kann es helfen, den Topf gelegentlich ein kleines Stück zu drehen. Drehen Sie die Pflanze nicht ständig und nicht abrupt. Pflanzen mit Knospen oder Blüten reagieren je nach Art empfindlich auf Standortveränderungen und sollten möglichst in Ruhe gelassen werden.
Orchideenpflege im Winter
Die folgenden Hinweise beziehen sich vor allem auf die häufig als Zimmerpflanze angebotene Schmetterlingsorchidee, auch Phalaenopsis genannt.
Schmetterlingsorchideen bevorzugen im Winter einen hellen Standort ohne kalte Zugluft. Ein Ost- oder Westfenster ist häufig gut geeignet. An einem Südfenster sollte insbesondere bei stärkerer Sonneneinstrahlung beobachtet werden, ob sich die Blätter ungewöhnlich erwärmen oder aufhellen. Stellen Sie die Orchidee außerdem nicht direkt über einen Heizkörper oder unmittelbar an eine kalte Fensterscheibe.
Transparente Kulturtöpfe erleichtern die Kontrolle der Wurzeln und des Feuchtigkeitszustands. Gesunde Phalaenopsis-Wurzeln wirken nach dem Gießen meist grün und werden mit zunehmender Trockenheit silbrig. Dauerhaft nasses Substrat und stehendes Wasser im Übertopf sollten vermieden werden.
Ist die Blüte beendet und der Blütenstiel noch grün, kann er bei einer Phalaenopsis knapp über dem zweiten oder einem höheren schlafenden Auge zurückgeschnitten werden. Dort kann sich ein Seitentrieb entwickeln; eine erneute Blüte ist jedoch nicht garantiert. Wird der Blütenstiel vollständig gelb oder trocken, schneiden Sie ihn mit einem sauberen Werkzeug nahe der Basis ab.
Andere Orchideenarten können deutlich abweichende Ansprüche an Licht, Temperatur, Bewässerung und Rückschnitt haben.
Persönliche Beratung bei Gauster in Dorfen
Sie sind unsicher, welcher Standort zu Ihrer Zimmerpflanze passt, wie häufig sie im Winter Wasser benötigt oder welche Pflanzenleuchte geeignet ist? Bringen Sie gerne ein Foto Ihrer Pflanze und ihres Standorts mit.
Das Team der Gärtnerei Gauster in Dorfen berät Sie persönlich zu Zimmerpflanzen, Orchideen, passenden Pflanzgefäßen und der richtigen Pflege in der kalten Jahreszeit.
