Gartenpflege im Oktober: Laub nutzen und Pflanzen vorbereiten
Pflegetipp des Monats Oktober 2026 von Ihrer Gärtnerei Gauster in Dorfen
Im Oktober beginnt für viele Garten- und Kübelpflanzen die Ruhephase. Jetzt können Sie empfindliche Pflanzen auf die Überwinterung vorbereiten, Laub von Rasen und Wegen entfernen und es an geeigneten Stellen im Garten weiterverwenden.
Welche Arbeiten erforderlich sind, hängt von Pflanzenart, Standort und Wetterlage ab. Ein vollständig „aufgeräumter“ Garten ist dabei weder notwendig noch in jedem Bereich sinnvoll.
Herbstlaub gezielt im Garten verwenden
Unter Bäumen, Hecken und zwischen geeigneten Stauden kann eine lockere Laubschicht den offenen Boden bedecken. Sie kann die Verdunstung verringern, starke Temperaturschwankungen abmildern und unerwünschten Aufwuchs begrenzen. Bodenorganismen bauen das Laub mit der Zeit ab.
Verteilen Sie das Laub locker und nicht in einer dichten, nassen Schicht. Niedrige oder immergrüne Stauden sollten nicht vollständig bedeckt werden. Auch die Pflanzenmitte beziehungsweise der Vegetationspunkt sollte frei bleiben, wenn die jeweilige Art empfindlich auf Nässe reagiert.
Einige Zweige können dabei helfen, trockenes Laub an windigen Stellen zu halten.
Wo sollte Laub entfernt werden?
Nicht überall ist eine Laubschicht sinnvoll. Entfernen Sie Laub insbesondere:
- von Rasenflächen, damit die Gräser ausreichend Licht und Luft erhalten,
- von Gehwegen und Treppen, weil nasses Laub rutschig werden kann,
- aus Gartenteichen, bevor sich größere Mengen im Wasser zersetzen,
- von empfindlichen, niedrig wachsenden Pflanzen, die unter einer dichten Laubschicht faulen könnten,
- unter Pflanzen, bei denen befallenes Laub eine erneute Krankheitsübertragung begünstigen kann.
Krankes Pflanzenmaterial sollte entsprechend den örtlichen Entsorgungsvorgaben beseitigt werden. Nicht jedes befallene Blatt gehört auf den eigenen Kompost.
Auch Walnuss- und Eichenlaub lässt sich verwenden
Walnuss-, Eichen- und andere feste Laubarten zersetzen sich langsamer als weiches Laub. Sie müssen deshalb nicht grundsätzlich entsorgt werden.
Zerkleinert und mit anderem Gartenmaterial vermischt, können sie kompostiert werden. Alternativ lässt sich das Laub an einer geeigneten Stelle sammeln und später als Mulchmaterial verwenden. Eine dicke, zusammengeklebte Schicht sollte vermieden werden.

Stauden nicht pauschal zurückschneiden
Im Herbst müssen nicht alle Stauden bodennah abgeschnitten werden. Standfeste Halme und Samenstände können dem Garten Struktur geben und Tieren Nahrung oder Unterschlupf bieten.
Entfernen Sie vor allem:
- kranke oder faulende Pflanzenteile,
- umgeknickte Triebe, die Wege versperren,
- Pflanzenteile, bei denen eine weitere Ausbreitung durch Samen unerwünscht ist.
Der übrige Rückschnitt kann bei vielen Stauden bis zum Frühjahr warten. Immergrüne Stauden und Ziergräser benötigen eine auf die jeweilige Art abgestimmte Pflege.
Kübelpflanzen auf den Winter vorbereiten
Frostempfindliche Kübelpflanzen sollten entsprechend ihrer Kälteverträglichkeit rechtzeitig in ein geeignetes Winterquartier gebracht werden. Tropische Arten müssen meist früher eingeräumt werden als robustere mediterrane Pflanzen.
Vor dem Einräumen empfiehlt es sich:
- Blätter und Triebe auf Schädlinge zu kontrollieren.
- Verwelkte oder kranke Pflanzenteile zu entfernen.
- Untersetzer zu leeren und Staunässe zu vermeiden.
- Nur so stark zurückzuschneiden, wie es die jeweilige Pflanzenart verträgt.
- Den Topfballen nicht vollständig austrocknen zu lassen.
Das geeignete Winterquartier ist von der Pflanzenart abhängig. Viele Kübelpflanzen stehen im Winter möglichst hell und kühl. Winterharte Pflanzen im Topf können ebenfalls Schutz benötigen, weil der Wurzelballen im Gefäß stärker durchfriert als im Gartenboden.
Unser Team bei Gauster in Dorfen berät Sie gerne, wenn Sie den Namen der Pflanze oder ein aussagekräftiges Foto mitbringen.
Rasen im Oktober pflegen
Entfernen Sie größere Laubmengen regelmäßig vom Rasen. Gemäht wird nur, solange das Gras noch wächst und der Boden ausreichend abgetrocknet ist. Stellen Sie den Rasenmäher nicht zu tief ein.
Einen allgemein festen Termin für den „letzten Rasenschnitt“ gibt es nicht. Temperatur, Niederschlag, Standort und Wachstum entscheiden darüber, wann die Mähsaison endet.
Im Herbst nur bedarfsgerecht düngen
Eine pauschale Düngung mit Universaldünger ist im Oktober nicht empfehlenswert. Besonders stickstoffreiche Dünger können späten Austrieb fördern, der vor dem Winter möglicherweise nicht ausreichend ausreift.
Ob eine Düngung sinnvoll ist, hängt von Pflanzenart, Boden und bisheriger Nährstoffversorgung ab. Verwenden Sie nur Dünger, deren ausgewiesener Anwendungszeitraum und Einsatzzweck zur Pflanze und zur Jahreszeit passen. Beachten Sie die Dosierungsangaben auf der Verpackung.
Bei Gartenböden kann eine Bodenuntersuchung zeigen, welche Nährstoffe tatsächlich fehlen. So lassen sich unnötige oder zu hohe Düngergaben vermeiden.
Blumenerde ist nicht automatisch ein Bodenverbesserer
Blumenerde ist in erster Linie für die auf der Verpackung genannten Anwendungen vorgesehen, häufig für Pflanzgefäße oder bestimmte Pflanzungen. Sie sollte nicht pauschal als Bodenverbesserer in Gartenbeete eingearbeitet werden.
Für die Verbesserung eines Gartenbodens kommen – abhängig von Bodenart und Untersuchungsergebnis – beispielsweise geeigneter reifer Kompost oder ausdrücklich dafür ausgewiesene Bodenverbesserungsmittel infrage.
Die 1A Garten Blumenerde sollte nur entsprechend den aktuellen Einsatz- und Anwendungshinweisen auf der Verpackung verwendet werden.
Blumenzwiebeln können weiterhin gepflanzt werden
Viele Frühlingsblüher lassen sich im Oktober pflanzen. Für Tulpen ist der Oktober häufig sogar ein geeigneter Pflanzmonat. „Jetzt oder nie“ trifft daher nicht zu; bei offenem, nicht vernässtem Boden können manche Arten auch später gesetzt werden.
Beachten Sie die artspezifischen Hinweise zu Pflanzzeit, Standort und Pflanztiefe auf der Verpackung.
Herbstliche Topfbepflanzung gestalten
Carex und Heuchera können – je nach Art und Sorte – für herbstliche Pflanzgefäße geeignet sein. Wählen Sie ein frostbeständiges Gefäß mit freien Abzugslöchern und achten Sie darauf, dass die ausgewählten Pflanzen für den vorgesehenen Standort geeignet sind.
Zierkürbisse, Hagebutten und Zweige können die Bepflanzung ergänzen. Trockenes Laub sollte nicht dicht um die Pflanzenmitte gepackt werden.
Verwenden Sie zwischen trockenem Laub, Zweigen und anderer brennbarer Dekoration keine offenen Teelichter. Sicherer sind für den Außenbereich zugelassene LED-Leuchten. Beachten Sie dabei die Herstellerhinweise und schützen Sie Batteriefächer vor Feuchtigkeit.
Checkliste für den Oktober
- Laub vom Rasen, von Wegen und aus Teichen entfernen
- geeignetes Laub unter Hecken oder zwischen Stauden verteilen
- kranke Pflanzenteile fachgerecht beseitigen
- standfeste Stauden und Samenstände teilweise erhalten
- frostempfindliche Kübelpflanzen rechtzeitig einräumen
- winterharte Gefäßpflanzen auf notwendigen Wurzelschutz prüfen
- Blumenzwiebeln entsprechend ihrer Pflanzzeit setzen
- Gartengeräte reinigen, trocknen und geschützt lagern
- Dünger nur bei tatsächlichem Bedarf und passendem Anwendungszeitraum verwenden
Persönliche Beratung bei Gauster in Dorfen
In unserer Gärtnerei in Dorfen erhalten Sie während der Saison unter anderem Herbstpflanzen, Pflanzgefäße, Erden, Dünger, Blumenzwiebeln und Zubehör für den Winterschutz. Das konkrete Angebot kann sich saisonal verändern.
Wir beraten Sie gerne zur Überwinterung Ihrer Kübelpflanzen, zur herbstlichen Gefäßbepflanzung und zur Auswahl geeigneter Produkte.
Unser Oktober-Tipp: Entfernen Sie im Herbst nur das, was Pflanzen, Rasen oder Wege beeinträchtigt. Geeignetes Laub und standfeste Staudenstängel können an ausgewählten Stellen im Garten verbleiben.
